Von der DK-Bühne gemeinsam ins Start-Up.

Ein Gastbeitrag über die Gründergeschichte von Mindfuel.

Mindfuel wurde von Nadiem von Heydebrand und Maximilian Könnings am 01.Oktober 2019 offiziell gegründet. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Studienzeit, was mittlerweile gute 12 Jahre her ist. Sie haben nicht nur als Kommilitonen prächtig miteinander harmoniert, sondern auch beruflich. Ihre Wege kreuzten sich schnell wieder auf gemeinsamen Projekten. Max als Global Senior Product Manager bei Vorwerk und Nadiem als Executive Data Strategist bei der Alexander Thamm GmbH. Gemeinsam arbeiteten sie jahrelang an der datengetriebenen Digitalisierung der kleinsten Küche der Welt: Vorwerk’s Thermomix mit seinen Produktserien TM5, TM6 und der digitalen Rezepte-Plattform Cookidoo. Auf dem DK2019 präsentierten sie uns wie man mit Daten die User Experience signifikant verbessern, Rezeptempfehlungen entwickeln und den Brokkoliverbrauch in Tonnen auf Postleitzahlgebiet berechnen kann. Unvergessen bleibt auch das Lieblings-Thermomixrezept der Portugiesen: Caipirinhas in der Uhrzeit zwischen 01:00 und 03:00 morgens.

Heute erzählen uns die beiden, dass sich nach dem gemeinsamen Auftritt mehr entwickelte. Sie stellten fest, dass sie das was sie bei Vorwerk erfolgreich getan hatten auch anderen zur Verfügung stellen wollen. Deshalb fassten sie nach dem DK2019 den Entschluss, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Sie gründeten gemeinsam die Mindfuel GmbH – ein Data Product Design Studio. Es fing alles wie im Bilderbuch an und dann kam Corona…

Wie geht es euch in der aktuellen Situation?

Die Corona Krise traf uns natürlich während den weichenstellenden ersten Monaten mitten ins Mark. Wir hatten und haben zudem die Herausforderung, dass wir nicht an gleichen Standorten tätig sind. Dadurch, dass der Eine in München und der Andere in Zürich lebt, gibt es heute auch zwei Mindfuel Büros in den jeweiligen Städten, welche nicht unbedingt für ihre niedrige Mieten bekannt sind.

Ehrlicherweise geht es uns dennoch ganz gut. Das liegt an mehreren Faktoren. Wir haben einen enormen Fokus auf die virtuelle Zusammenarbeit gelegt. Es gab ja bereits zum Start des Lock-Downs die ersten Mitarbeiter. Nicht nur die IT wurde sofort erweitert, sondern auch mehrere Collaboration Tools implementiert, die rund um Slack mehr Möglichkeiten liefern. Beispielsweise „Whereby“ zum gemeinsamen Remote Youtube schauen oder „Tandem“ für Instant-One-to-One and Virtual-Rooming Kommunikation. Die Ausgangsbeschränkungen haben ohnehin schon aufs Gemüt geschlagen, deshalb haben wir im Rahmen der Beschränkungen unsere Mitarbeiter und uns selbst ermutigt, während den täglichen virtuellen Team-Kaffeepausen an die frische Luft zu gehen. Der tatsächliche und tägliche Austausch untereinander war ein zentrales Thema für uns. Keiner sollte, vor allem in so einer Phase, abgekapselt arbeiten. Wir haben uns gegenseitig bestärkt, dass wir das gemeinsam schaffen werden. So blieb der Mindset quasi Mindfuel, und wir auch eine Spur gelassener.

Welche Lösungsansätze habt ihr in den letzten Monaten aufgrund der Krisensituation entwickelt?

Zunächst müssen wir hier sagen, dass Mindfuel quasi mit einer Krise laufen gelernt hat. Während der Krise haben wir uns auf die Entwicklung unseres Kernansatzes fokussiert und unsere Frameworks geschärft. Wir sind von unseren Ansatz Sustainable Product Leadership absolut überzeugt, welcher Kunden dazu befähigt, digitale Produkte selbstständig zu entwickeln und das volle Potenzial von Daten auszuschöpfen. Wir waren davon überzeugt, wenn wir auch während der Krise weiter Gas geben, werden die ersten Aufträge eingehen. Und so kam es dann auch.

In der Lock-Down Zeit war für uns vor allem wichtig, eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern zu fahren, damit jeder nachvollziehen kann, wo Mindfuel aktuell steht.

Welche Learnings habt ihr aus der Zeit gezogen? Was möchtet Ihr euch beibehalten?

Es klingt eigentlich ganz banal, aber es war einfach das Gefühl noch besser vorbereitet zu sein. Das geht in einer intensiven Startphase gerne mal unter, aber wir konnten die Krise dahingehend nutzen, um unsere Services und Zahlen nochmals zu hinterfragen und uns dazu kritische Gedanken zu machen. Wir haben viel über unsere Ansätze diskutiert, unsere Methoden geschärft und überlegt, wie wir dem Kunden nachhaltig Digital Product Leadership beibringen und somit auch anderen dieses Gefühl vermitteln, dass wir bei Vorwerk am Ende hatten. Diese Diskussionen waren sehr wichtig für uns und diese Kultur des kritischen Hinterfragens bleibt bestehen. Beibehalten möchten wir uns auch auf jeden Fall die agile Zusammenarbeit und die Erkenntnis, dass viele Meeting virtuell stattfinden können, um damit den ohnehin schon angespannten Terminkalender etwas zu entlasten. Und sei es nur dafür mal eine Runde joggen gehen zu können und für sich etwas Gutes zu tun.

Was ist eure abschließende Message an die DK Community?

Wir hoffen, dass sich Community gegenseitig Rückenwind geben kann und daraus viele spannende Themen ableiten, die gesellschaftlich relevant sind. Sollte jemand Interesse an einer Zusammenarbeit haben, bitte gerne jederzeit melden. Bis dahin – #alwaysstaymindfuel.

Mehr Infos über Mindfuel & Sustainable Product Leadership

Ihr wollt mehr über Mindfuel und den Ansatz „Sustainable Product Leadership“ erfahren? Max und Nadiem haben vor kurzem einen gemeinsamen Podcast diesem Thema bei „AI for Business“ aufgenommen. Darin erzählen sie wie man Data Science und Product Management erfolgreich kombiniert und wie sie das bei Vorwerk in den letzten sieben Jahren erfolgreich eingeführt haben. Hier geht’s zum Podcast:

Link zum Podcast:

https://open.spotify.com/episode/5h4SHirvdblkCI4GQmId25?si=eYinVgrBTXC2F1EOGJhY1w

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