Nähe in Zeiten von Distancing.

Oder: Wie man mit Hilfe von Augmented Reality den Kontakt mit seinen Kunden hält.

Ein Gastbeitrag von Bodo Schiefer, CEO der AR-Plattform snoopstar.

 

Die Corona-Pandemie verstärkt eine Entwicklung der letzten Jahre: Sie hat erhebliche Auswirkungen auf unser Kauf- und Informationsverhalten und darauf, wie wir Marken wahrnehmen. Ein Trend, der anhalten wird. Und der ein Umdenken im Marketing fordert. Bodo Schiefer, CEO der AR-Plattform snoopstar, erklärt, worin gerade jetzt die große Herausforderung und Chance für Marken und ihre Fans besteht.

Digitalisierungsbeschleuniger Corona

Die Kommunikation wird zunehmend ins Digitale übertragen. Was bedeutet das für die Markenkommunikation? Ist Print der große Verlierer dieser Zeit? Nicht, wenn wir in eine neue Kommunikations-Dimension vorstoßen.

In der Markenkommunikation steht noch immer jeder Kanal für sich. Sei es TV, POS, Social Media oder eben Print. Der Konsument von heute erwartet aber, nahtlos von einem Touchpoint zum anderen zu wechseln.

Die Herausforderung ist also, die verschiedenen Kommunikationskanäle und die unternehmenseigenen Abteilungen miteinander zu verbinden. PR im Rahmen einer verkaufsunterstützenden Kampagne einzubinden. Die vielen Minuten an Bewegtbild, die auf den „YouTube-Friedhöfen“ der Marken liegen, einer sinnvollen Zweitnutzung zuzuführen.

Digitaler Content, virtuelle Welt

Dafür nutzen wir Augmented Reality. snoopstar reichert Printkommunikation mit digitalem Content und einer Welt voller Mehrwert an. So geben wir Print eine neue Bedeutung. Aus einem passiven wird ein aktives, ein aktivierendes Medium.

Wie das funktioniert? Der Kunde öffnet die kostenfreie App, hält seine Handykamera auf ein Print-Objekt und ist im nächsten Moment in einer unendlich weiten, faszinierenden Welt, in der er alles rund um das Produkt oder die Marke erfahren kann. Analoges trifft digitales Storytelling.
Und das funktioniert mit jedem Stück Print – mit Anzeigen, Plakaten, Postern oder Verpackungen, mit Displays, Flyern, Broschüren, Clubkarten oder sogar Geldscheinen. Ganz ohne Codes, da das Print-Objekt selbst erkannt wird.

Aktuelles Beispiel: Ein Viertel aller deutschen Haushalte hatte kürzlich einen Flyer der Telekom im Briefkasten. Die Empfänger öffneten einfach snoopstar und hielten ihr Handy auf eine Seite. So wechselten sie von der realen in die digital erweiterte Welt. Wo eben noch ein Stück Papier war, sahen und hörten sie einen Film mit Christian Ulmen, wurden von der Power von 5G mitgerissen, tauchten in die Welt von Disney ein oder verlinkten sich direkt mit dem Telekom-Shop. Terminvereinbarung oder Callback-Funktion inklusive.

Ganz anderes Beispiel? Wahlkampf: „Sprechende Plakate“ erlaubten den Kandidaten eine völlig neue Form der Ansprache an ihre Wählerinnen und Wähler. snoopstar brachte die Botschaften per Video direkt aufs Handy. Und erschloss damit auch völlig neue Zielgruppen, die mit Politik bisher vielleicht nicht viel am Hut hatten.

Auch an der Bushaltestelle holen Marken ihre Kunden ab. Sensodyne zum Beispiel brachte seinen Kunden relevante Informationen und einen Aktionsgutschein direkt vom Citylight-Plakat aufs Handy: für Customer Education und den Impulskauf auf dem Weg nach Hause.

Das heißt, statt dass der Kunde auf der Suche nach weiteren Informationen durch Google auf ein Wettbewerbsangebot klickt, bietet die Marke weitere Informationen oder Angebote an, von der sie der Meinung ist, dass der Kunde sie benötigt, um zu konvertieren. Die gesamte Kommunikation verbleibt so am Ausgangsmedium und wandert nicht in andere Kanäle ab, obwohl der Kunde sein Handy nutzt.

Consumer Involvement is Key

Im Marketingzeitalter der Partizipation ist die neue große Herausforderung für Unternehmen, Menschen zu jedem Zeitpunkt aktiv einzubeziehen. Storytelling und Interaktion sind der Schlüssel. Mit AR kann der Verbraucher auf Knopfdruck in eine faszinierende Produktwelt aus Entertainment und Information eintauchen. Die Kommunikation bleibt persönlich, nah und interaktiv – trotz aller Kontaktbeschränkungen.

Gleichzeitig schlagen wir auch die Brücke von Print zu E-Commerce. Während des Lockdowns haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland vermehrt online eingekauft – ein Trend, der anhalten wird. Allein die Einzelhandelsumsätze im E-Commerce sollen in diesem Jahr um rund 16 Prozent steigen. Der mobile Verkauf wächst sogar noch schneller und erwartet einen Anstieg um fast 20 Prozent. Wir machen Einkaufen sogar von einer Printanzeige oder einem Katalog aus möglich – einfach Handy draufhalten und Shop-Link anklicken.

Corona wird diese Entwicklung nicht aufhalten. Bis zum Jahresende wollen wir snoopstar als SaaS (Software as a Service) an 50 Agenturen lizenziert haben. Ziel ist es, zusammen eine noch höhere Reichweite und Marktdurchdringung zu erreichen. Denn unsere Vision für 2023 ist, DIE AR-Lösung für Marken zu werden – ähnlich wie Streaming und Netflix als Synonym verwendet werden.

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