Marketingbudgets werden in 2020 deutlich ansteigen

Social Media, Video-Content, Podcasts – in der aktuellen Getting Media Right 2019 Studie von Kantar wurden Werbungtreibende, Agenturen und Mediaagenturen gefragt, in welchen Bereichen die Marketing- und Mediabudgets im kommenden Jahr am deutlichsten ansteigen, konstant bleiben oder reduziert werden.

Den Studienergebnissen nach zu urteilen, fällt der Fokus auf digitale Kanäle im nächsten Jahr erneut auf digitale Kanäle. Gerade im Bereich Bewegtbild-Content ist mit einem enormen Anstieg zu rechnen. So planen 84 Prozent der Befragten, ihr Budget für Videos in 2020 zu erhöhen. Doch auch Social Media (70 Prozent) und Podcasts (63 Prozent) können sich laut Kantar über ein enormes Wachstum freuen. Die Print-Branche hingegen befindet sich aktuell im freien Fall.

PRINT VERLIERT WEITER AN BODEN

Während auf der einen Seite die digitalen Kanäle fleißig wachsen und gedeihen, sollen auf der anderen Seite die Budgets für Print deutlich gekürzt werden. Das ist zunächst einmal nichts Neues, wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre anschaut. Allerdings handelt es sich hier um sage und schreibe 70 Prozent der Marketingentscheider, die aktuell planen, im kommenden Jahr weniger in Printmagazine zu investieren. Bei Tageszeitungen sind es 66 Prozent. Der Trend hin zum Digitalen scheint also unabwendbar. Selbst traditionelle Kanäle wie TV (38 Prozent), Radio (36 Prozent) und Kinowerbung (34 Prozent) müssen mit vergleichsweise hohen Einbußen rechnen.

 

FOKUS AUF SYNERGIEEFFEKTE RICHTEN

Die Studienergebnisse offenbaren, wo in 2020 für Marketingverantwortliche die größten Potenziale liegen. Besonders effizient wäre es, die steigenden Budgets für Video-Content und Social Media gegenseitig voneinander profitieren. Schließlich erfolgt ein Großteil der Distribution von Bewegtbild über soziale Netzwerke. Gleichzeitig werden immer häufiger Videos speziell fürs Social Web produziert und je nach Kampagnenziel im entsprechenden Format auf den jeweiligen Kanälen distribuiert. Doch nicht zu voreilig! Eine Digitalstrategie will gut überlegt sein. Wer sein Marketing im nächsten Jahr optimieren möchte, sollte also zunächst prüfen, wie sinnvoll die eigenen Budgetplanungen für 2020 sind. Hier kann die Kantar-Studie eine gute Orientierungshilfe sein. Mit Sicherheit ist es nicht verkehrt, einmal genau abzustecken, inwieweit auch das Trendmedium Podcast ein wichtiger Kanal sein könnte. Wer jedoch einen Podcast plant, nur weil es gerade angesagt ist, sollte sein Budget lieber anderweitig verplanen, denn nicht jede Marke muss auch zwangsläufig mit jedem Kanal und jeder Technologie arbeiten.

Am besten schaut ihr einfach selber einmal in die Studienergebnisse und werft einen Blick auf die für euch relevanten Zahlen. Hier geht’s lang.

 

Bilder: Geralt auf Pixabay und Kantar

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