China setzt auf KI-Fahrlehrer RoboCoach

Egal ob Kassiererinnen und Verkäufer, Telefonistinnen und Kundenservice-Mitarbeiter oder Helfer in der Chemie- und Pharmatechnik – einige Jobs könnten schon heute von Robotern ausgeübt werden. Vor einigen Monaten hatten wir bereits berichtet, dass in Zukunft mit Sicherheit noch weitere Berufe folgen werden. Neben Taxifahrern müssen nun auch Fahrlehrer damit rechnen, früher oder später durch Roboter ersetzt zu werden.

Die Chinesen machen es vor: Das Unternehmen Yi Jia hat einen KI-gesteuerten Fahrlehrer entwickelt, der auf den Namen RoboCoach hört. Doch der Name ist ein wenig irreführend. Denn die KI ist nicht etwa ein humanoider Roboter, der während der Fahrt neben einem sitzt. Vielmehr handelt es sich um ein im Fahrzeug verbautes Lehr- und Sicherheitskontrollsystem, ausgestattet mit einem Dashboard-Bildschirm und einem smarten Rückspiegel. Mithilfe von insgesamt mehr als 40 Sensoren weiß der Assistent immer, wann ein Hindernis in Sichtweite ist und bremst selbstständig ab, sollte der Fahrschüler keine Reaktion zeigen. Auch eine Unterhaltung mit der KI ist möglich, allerdings schon ein wenig merkwürdig. Je nach Geschlecht spricht der KI-Fahrlehrer die jeweilige Person hinterm Steuer mit Mama oder Papa an.

 

DIE KI BEWERTET DAS FAHRVERHALTEN

Das smarte System greift nicht nur im Ernstfall ein und verhindert Unfälle, es analysiert auch die Fahrgewohnheiten der Lernenden – und zwar in Echtzeit! Sogar über die Körperhaltung der Schüler werden Daten gesammelt und ausgewertet. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich der Fahrschüler hinterm Steuer eher aggressiv oder eher zurückhaltend verhält. Anschließend wird der Unterrichtsstil entsprechend angepasst. Aktuell wird die Technik in insgesamt 27 chinesischen Fahrschulen eingesetzt. Wo das Ganze hinführt? Diese Frage muss die Zukunft beantworten. Fakt ist, dass Menschen bis dato einfühlsamer und emphatischer agieren können als Maschinen – und das ist beim Beruf des Fahrlehrers ja nicht ganz unerheblich, Vielleicht wäre ein Mix aus Mensch und KI-Sicherheitssystem die Lösung? Wir werden es erleben.

 

Foto: Markus Spiske auf Pixabay

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