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„Als Digitalpionier haben wir die Messlatte natürlich hoch gehängt“ – Head of PMO Simon Feismann von thyssenkrupp im Interview



Für mehr Lebensqualität und Mobilität im Alter: thyssenkrupp Elevator macht revolutionäre HoloLinc-Technologie für Treppenliftproduktion beim Digital Kindergarten 2019 erlebbar.Mit der weltweit ersten Industrie-4.0-Lösung für Aufmaß, Konfiguration, Visualisierung und Bestellung von Treppenliften leistet thyssenkrupp Elevator einen elementaren Beitrag für die schnelle Realisierung einer lebenswerten und altersgerechten Infrastruktur in den eigenen vier Wänden. Seit Launch der Weltneuheit im Oktober 2018 wurden europaweit bereits 5.000 Treppenlift-Aufmaße mit der neuen Technologie erstellt und erfolgreich installiert. 120 Kundenberater in acht Ländern reduzieren die Lieferzeit der dringend benötigten Geräte durch Digitalisierung im Schnitt um rund 40 Tage.

Mit Lösungen wie HoloLinc auf Basis von Mixed Reality in Verbindung mit einem integrierten, Cloud-basierten Workflow treibt thyssenkrupp Elevator den digitalen Wandel entscheidend voran. Interessierte können sich beim Digital Kindergarten am 6. Juni 2019 ein Bild davon machen, wie thyssenkrupp Elevator die Treppenliftproduktion komplett digitalisiert hat.

Wir haben mit Head of PLM / PMO HoloLinc Simon Feismann über die digitale Transformation, innovative Technologien, urbane Mobilität, HoloLinc und den Digital Kindergarten 2019 gesprochen.

Interview mit Head of PLM / PMO Simon Feismann

DK: Simon, in den vergangenen Jahren ist bei thyssenkrupp Elevator viel passiert. Wie würdest du den digitalen Transformationsprozess im Unternehmen beschreiben?



Simon Feismann: Die digitale Transformation ist weit mehr als nur ein technologischer Wandel. Sie bedingt auch einen Kulturwandel im Unternehmen – einen, in dessen Rahmen zum Beispiel den Mitarbeitern mehr Freiräume für Kreativität und die eigene Weiterentwicklung gegeben wird, während die Führung lernen muss, stärker in vernetzten Strukturen zu denken. Die Transformation ist ein kontinuierlicher Prozess, dessen Ende nicht abzusehen ist. Auf der anderen Seite spiegelt sich der Wandel natürlich auch in Produkten und Services wider: So hat thyssenkrupp Elevator bis heute mehr als 130.000 Aufzüge mit dem Predictive Maintenance-Service MAX in die Cloud gebracht und die Mixed-Reality-Lösung HoloLens zum Messgerät gemacht. Unser Anspruch ist es, der Digitalpionier unter den Aufzugbauern zu sein. Das zeigt unser Ansatz bei Lösungen für Menschen mit Einschränkungen: Hier haben wir den kompletten End-to-End-Prozess vom Verkauf bis zur Produktion digitalisiert: Kundenberater vermessen das Treppenhaus unserer Kunden mit der HoloLens. Der Kunde kann vor Ort auf dem Tablet eine 3D-Visualisierung des Lifts in seinem Haus ansehen und seine Kaufentscheidung treffen. Per Knopfdruck schickt der Berater die Messdaten zusammen mit der Konfiguration  ans Werk und die Lösung wird binnen zwei Wochen geliefert.      



DK: Welchen Stellenwert haben innovative Technologien im Unternehmen und welche Innovationen haben das größte Potenzial für eure Arbeit? Anders gefragt: Wie lautet eure Digital- bzw. Innovationsstrategie?



Simon Feismann: Als Digitalpionier haben wir die Messlatte natürlich hoch gehängt: Wir wollen auf lange Sicht die gesamte Branche transformieren. Im Vordergrund steht dabei natürlich ein Effizienzgewinn auf mehreren Ebenen: mehr Zeiteffizienz, mehr Kosteneffizienz und mehr Effizienz bei der präzisen Erfüllung individueller Bedürfnisse und Komfortansprüche. Wir befinden uns in einer Phase permanenter Innovation. Digitale Lösungen bzw. digital unterstützte Lösungen werden sukzessive alle Bereiche des Unternehmens betreffen – damit wollen wir natürlich auch unsere starke Position im Markt als Anbieter wirklich smarter Mobilitätssysteme sichern.        



DK: Stichwort: Urbane Mobilität. Warum ist es für euch heute so wichtig, Städte mit euren Solutions noch lebenswerter zu machen?



Simon Feismann: Das 21. Jahrhundert ist zweifelsohne das Jahrhundert der Metropolen und des urbanen Raums. Schon heute lebt weit über die Hälfte aller Menschen in Städten. Mobilität ist heute – und wird es künftig noch mehr sein – ein Grundbedürfnis wie Wohnen, Essen und Trinken. Mobilität ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, sie ist der Dreh- und Angelpunkt städtischen Lebens. thyssenkrupp Elevator hat die Strategien, Kapazitäten und Technologien, maximale Mobilität in Städten in jede Richtung zu gewährleisten – im wörtlichen Sinn.         



DK: Euer aktueller Claim lautet: Engineering. Tomorrow. Together. Welche Idee steckt hinter thyssenkrupp Elevator und was ist das langfristige Ziel?



Simon Feismann: Als Digitalpionier mit dem Ziel, eine ganze Branche zu transformieren, sieht sich thyssenkrupp Elevator in einer klaren Führungsrolle – vor allem, wenn es um Visionen und Konzepte für morgen geht. Technologie ist das Rückgrat unseres Unternehmens, Engineering, also der Einsatz technologischer Möglichkeiten für neuartige, smarte Lösungen, unser Lebenselixier. Dabei weiß thyssenkrupp Elevator um die Bedeutung bereichs-, branchen- und grenzübergreifender Kooperation in Zeiten einer zusammenwachsenden Welt. Digitalisierung bedeutet ja auch die Auflösung alter Grenzen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit – in der Zivilgesellschaft genauso wie in der Wirtschaft. Langfristiges Ziel von thyssenkrupp Elevator ist die Entwicklung von Lösungen für urbane Mobilität, die den Bedürfnissen der Menschen entspricht und dem einzelnen neue Perspektiven erschließt.    



DK: Wie genau funktioniert HoloLinc? Welche Mehrwerte werden generiert, welche Probleme gelöst?



Simon Feismann: HoloLinc ist ein wirklich smartes System, das auch und vor allem den Vertrieb unterstützt. Zentraler Bestandteil ist die HoloLens, eine Mixed-Reality-Brille mit sechs Kameras, mehreren Sensoren, Lautsprechern und Mikrofonen. Mit ihrer Hilfe kann der Kundenberater vor Ort per „Airtap“, dem Berühren von Daumen und Zeigefinger, Punkte im Raum markieren und damit ein industrielles Aufmaß realisieren. So stehen in Minutenschnelle alle relevanten 3D-Daten des betreffenden Treppenhauses zur Verfügung und können zur Konfiguration eines maßgeschneiderten Treppenliftes weiterverarbeitet werden.. Der Kunde profitiert so von der Möglichkeit, verschiedene Treppenlift-Varianten in einer 3D-Darstellung seines Treppenhauses zu sehen. Der Einsatz des gesamten HoloLinc-Systems bringt mehrere Vorteile: Das Aufmaß erfolgt schnell und fehlerfrei, der Kunde kann sich mögliche Lösungen ansehen. Hat er sich entschieden, sorgt das System für maximale Effizienz, da die Daten sofort über die Cloud an das Produktionswerk gehen. Das Endprodukt kann dann in Tagen statt wie bislang in Wochen fertiggestellt und geliefert werden. Mit HoloLinc haben wir es als erstes Unternehmen weltweit geschafft, mit der HoloLens industrielle Aufmaße zu erzeugen, die so genau sind, dass man auf Basis der Daten produzieren kann. Seit der Einführung 2018 haben wir inzwischen mehr als 5.000 Treppen in ganz Europa mit der neuen Technologie vermessen. Durch den digitalisierten End-to-End-Prozess haben wir die Lieferzeit dabei von den bislang bis zu 70 Tagen auf nur noch 14 reduziert. Darüber freut sich natürlich der Kunde, welcher in der Regel dringend auf unsere Treppenlifte angewiesen ist.



DK: Warum ist es für thyssenkrupp wichtig, beim #DK2019 dabei zu sein?



Simon Feismann: Wir möchten den Menschen zeigen, wie wir die digitale Transformation angehen und was dabei die entscheidenden Faktoren sind. Das ist natürlich für all jene besonders relevant, die ebenfalls diesen Weg gehen und vielleicht noch viele Fragen und Unsicherheiten haben. Doch auch jenen, die aus Laienperspektive auf die aktuelle Entwicklung schauen, möchten wir etwas bieten: eine anschauliche und informative Darstellung unserer Produkte und Systeme, die nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Verstehen anregt. Dafür stellen sich unsere Experten zur Verfügung – die sich im Übrigen selbst auf anregende Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen freuen.     



DK: Wie präsentiert ihr euch am 6. Juni beim #DK2019 in Hamburg und was wird es in eurer Tech-Spielecke zu bestaunen geben?



Simon Feismann: Wir präsentieren uns als das, was wir sind: ein digitales Unternehmen, das den Alltag von immer mehr Menschen mitprägt und gestaltet. Aber wir treten auch als „Anbieter zum Anfassen“ auf, bei dem die Besucher alle präsentierten Lösungen mit allen relevanten Sinnen erfahren können. So können sie zum Beispiel mit der HoloLens eine Treppe vermessen, und den selbst konfigurierten Lift in Mixed-Reality betrachten.

DK: Vielen Dank für das Gespräch!
 
Mit Lösungen wie HoloLinc auf Basis von Mixed Reality in Verbindung mit einem integrierten, Cloud-basierten Workflow treibt thyssenkrupp Elevator den digitalen Wandel entscheidend voran. Interessierte können sich beim Digital Kindergarten am 6. Juni 2019 selber ein Bild davon machen, wie thyssenkrupp Elevator die Treppenliftproduktion komplett digitalisiert hat.



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