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Mehrheit der Deutschen nimmt personalisierte Online-Werbung bewusst wahr



Der Werbemarktanteil der Online-Werbung steigt weltweit immer weiter an. Laut einer Studie von Zenith lag er 2018 bereits bei über 40 Prozent und auch in 2019 soll das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft sein. In der Folge wird die Werbung zunehmend an das individuelle Surf-Verhalten der Nutzer angepasst wird. Eine aktuelle Umfrage des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC) bestätigt jetzt, dass rund 70 Prozent der deutschen Online-User in der Lage sind, programmatisch ausgespielte Online-Werbung bewusst als solche wahrnehmen.


Darüber hinaus hat die Umfrage ergeben, dass jeder Fünfte in Deutschland Online-Werbung überdurchschnittlich oft anklickt. Da bei personalisierter Werbung aber auch Cookies, Browser- und Geräte-Identifizierung zum Einsatz kommen und das Nutzerverhalten analysieren, gibt es auf der anderen Seite jedoch auch viele, die Werbung via Ad-Blocker zumindest teilweise ausblenden. Das gilt für über die Hälfte aller Nutzer, die sich um den Schutz ihrer persönlichen Daten sorgen. Mehr als zweit Drittel haben Bedenken, dass ihre Daten in falsche Hände geraten könnten, 60 Prozent haben speziell bei personalisierten Werbeformen das Gefühl, dass ihnen bestimmte Produkte aufgedrängt werden, 59 Prozent fühlen sich sogar beobachtet.


Männer sind empfänglicher als Frauen

Trotz Bedenken und Datenschutz wissen laut PwC vier von zehn Deutschen zu schätzen, dass die eingeblendeten Anzeigen ihren persönlichen Interessen entsprechen. 34 Prozent gaben an, dass sie durch solche Anzeigen sogar schon einmal auf ein für sie interessantes Produkt aufmerksam geworden sind. 31 Prozent bekommen zudem lieber personalisierte Werbung als nicht-personalisierte angezeigt.

Des Weiteren offenbart die PwC-Umfrage, dass Männer empfänglicher für individuelle Werbebotschaften sind als Frauen. 45 Prozent der männlichen Befragten finden es gut, dass Anzeigen dank Personalisierung ihren Interessen entsprechen. Bei den weiblichen Befragten sind es lediglich ein knappes Drittel. 38 Prozent der Männer sind zudem der Ansicht, dass Werbung generell personalisiert sein sollte (Frauen: 25 Prozent). Auch für konkrete Produktvorschläge sind Männer offener als Frauen: 38 Prozent sind schon einmal durch Werbung auf ein interessantes Produkt gestoßen, bei den Frauen sind es nur 31 Prozent.



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