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KI produziert ununterbrochen Death Metal

Das nennen wir mal eine produktive Rockband: Dadabots erzeugt nonstop Death-Metal-Musik und streamt die entstandenen Songs live auf YouTube. Das Verblüffende dabei: Für ungeschulte Ohren ist der künstliche Metal kaum vom menschlichen zu unterscheiden. 

Eine Metalband, die sieben Tage pro Woche rund um die Uhr spielt, ohne dass die Finger blutig werden? Dadabots macht’s möglich! Entwickelt wurde die dem Bot zugrundeliegende Software SampleRNN von CJ Carr und Zack Zukowski, die gemeinsam am Berklee College of Music in Boston studierten. SampleRNN ist im Prinzip ein sich endlos wiederholendes neuroyales Netzwerk, das sein Muster auf Grundlage von wenigen Sekunden langen Death-Metal-Schnipseln erlernt hat und das Gelernte nun sequenziell reproduziert. Das Resultat klingt nicht menschlich, sondern zuweilen etwas schneller, als ein Mensch jemals Gitarre spielen könnte und ohne verständliche Texte. Wer sich selbst vom Klang überzeugen möchte, wird auf dem YouTube Channel von Dadabots fündig.

 

Black Metal geht auch ohne Menschen

Nun mag sich der eine oder die andere vielleicht fragen, wie die beiden Köpfe hinter dem Projekt überhaupt auf eine solche Idee gekommen sind, und was das genaue Ziel dahinter ist. Ganz einfach: Carr und Zukowski verfolgen eigenen Angaben nach das Ziel, den menschlichen Faktor früher oder später aus der Black-Metal-Gleichung zu entfernen. Ob das gelingt und ob es künftig auch noch weitere Musikrichtungen geben wird, die von einer KI produziert und anschließend distribuiert werden, wird sich zeigen.



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