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Influencer Marketing hat großes Potenzial



Influencer Marketing hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix etabliert und ist aus Konzepten und Redaktionsplänen im Social-Media-Bereich nicht mehr wegzudenken. Dennoch setzen nur rund 56 Prozent auf die aufstrebende Werbestrategie. 

Erfolgreiche Instagrammer und YouTube-Stars sind heutzutage gerade bei den jüngeren Zielgruppen oft bekannter als Politiker oder Prominente. Wenn Angela Merkel ein Video zum Thema KI-Strategie auf dem YouTube Channel der Bundesregierung veröffentlicht, erzielt sie damit gerade einmal knapp 2.000 Views. Gibt die Kanzlerin ein Interview mit einer YouTube-Koryphäe wie LeFloid, schnellen die Viewzahlen innerhalb kürzester Zeit in den siebenstelligen Bereich.

 

Nur 56 Prozent der Unternehmen setzen auf Influencer

Für größere Marken ist Influencer Marketing aktuell die vielleicht wirksamste und somit wichtigste Werbestrategie, da durch geschickte Markenplatzierungen überdurchschnittlich hohe Reichweiten erzielt werden können. Dennoch wird sie derzeit noch viel zu selten genutzt. Das zeigt eine Influencer-Studie von APA und Marketagent.com von 2018: 56 Prozent der befragten Unternehmen haben noch nie einen Influencer eingesetzt, obwohl die Einsatzgebiete allen klar zu sein scheinen. Beauty, Lifestyle, Fashion, Food, Sport und Gaming sind die zentralen Märkte für Influencer Marketing. Auf der anderen Seite gaben 13,2 Prozent an, schon einmal mit Influencern gearbeitet zu haben, 30,8 Prozent sogar schon mehrmals.

 

Der Branche fehlt es an Transparenz

Social Media ermöglicht es heute nahezu jedem, zu einer digitalen Litfaßsäule zu avancieren. Vielen Unternehmen fällt es deshalb schwer, den richtigen Influencer für ihre Marke zu finden. Hinzu kommt, dass es der Branche hier und da an Professionalisierung fehle. Allein die ungeklärten Fragen zum Thema Werbekennzeichnung und Verträge stellen die Marketingstrategie in vielen Fällen vor eine große Herausforderung. In der Studie nannten 53,1 Prozent diesen Punkt als klaren Nachteil. Fast genauso viele (53,5 Prozent) haben die Befürchtung, dass der Influencer nicht zur Marke bzw. zum Produkt passt.

Darüber hinaus ist erfolgreiches Influencer Marketing oft auch eine Frage der Kosten. Top-Influencer mit hohen Reichweiten und vielen Followern lassen sich gut und gerne fünfstellige Beträge pro Post bezahlen. 70 Prozent der befragten Unternehmen wissen daher nicht, wie viel Budget sie jährlich für Influencer Marketing einplanen sollen und nur sieben Prozent gaben an, dass sie das Preis-Leistungs-Verhältnis für gut bis sehr gut befinden.
Immer häufiger arbeiten Influencer auch auf Provisionsbasis mit speziellen Agenturen zusammen, die ihre Datenbanken mit Kontakten füllen und Personen mit starker Medienpräsenz an Firmen weitervermitteln. Selbstverständlich lassen die Agencies sich ihre Dienstleistung auch nicht schlecht vergüten. Übrigens: Beim Digital Kindergarten 2019 im Hamburger Millerntor-Stadion lauft ihr mit Sicherheit dem einen oder anderen Influencer über den Weg, mit dem ihr euch vernetzen könnt…

 



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