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Man lese und staune: Erstmals von einer KI verfasstes  Wissenschaftsbuch veröffentlicht



Wer schreibt, der bleibt: Der Wissenschaftsverlag Springer Nature geht den nächsten Schritt und hat nach eigenen Angaben das erste von einem Algorithmus verfasste Buch auf den Markt gebracht.
 
Vor einigen Wochen berichteten wir über QualiFiction, eine Software zur Bestimmung von Bestseller-DNA. Autoren wird das Hit-Potenzial ihrer Werke vorausgesagt, Verlagen das Sichten der zahlreichen eingeschickten Skripte entscheidend erleichtert. Aber eine Künstliche Intelligenz, die selbst wissenschaftliche Bücher verfasst? Das hat es bislang noch nicht gegeben – zumindest bis jetzt. Bei Springer Nature ist das nach Angaben des Wissenschaftsverlags erste maschinengenerierte Buch erschienen. Es trägt den Titel „Lithium-Ion Batteries – A Machine-Generated Summary of Current Research“ und gibt einen Überblick über die neuesten Forschungspublikationen im Bereich Lithium-Ionen-Batterien. Das sogenannte Beta-Writer-Verfahren wurde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelt und ist in der Lage, Textinhalte automatisch zu analysieren und relevante Publikationen auszuwählen. Der Autor trägt den Namen Beta Writer – und genau das steht auch vorne auf dem Buch.

 

KI schreibt auch in Zukunft Geschichte

In der Wissenschaft arbeiten Mensch und Maschine inzwischen seit Jahren immer stärker Hand in Hand. Gerade bei der Recherche von Quellen und dem Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten spielt KI eine zunehmend wichtigere Rolle. Laut Forschern wurden die einbezogenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen einem ähnlichkeitsbasierten Clustering unterzogen, um zunächst eine zusammenhängende Gliederung zu finden. Darin wurden wiederum prägnante Zusammenfassungen eingebunden und via Hyperlinks mit den Quelldokumenten verknüpft. „Mit dieser Publikation wollen wir zeigen, zu welchem Grad die Herausforderungen der maschinengenerierten Publikation inzwischen gelöst werden können, wenn Fachleute aus wissenschaftlichen Verlagen mit Computerlinguisten zusammenarbeiten“, erklärt Juniorprofessor Christian Chiarcos von der Goethe-Universität Frankfurt am Main.



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