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Digitalisierung in deutschen Unternehmen – Chance oder Bedrohung?



Der Wirtschaftsverband hat deutsche Unternehmen zu Chancen und Risiken durch die Digitalisierung befragt und einen Blick auf den neu entstandenen Wettbewerbsdruck geworfen.

Digitalisierung verändert das Business – und zwar branchenübergreifend. Im Zuge des digitalen Wandels drängen insbesondere IT- und Internet-Unternehmen zunehmend in den Markt und werden zu direkten Wettbewerbern. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass der Wettbewerbsdruck eben genau aus diesem Grund weiter ansteigt. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es noch 57 Prozent. Auch Unternehmen anderer Branchen können so plötzlich zu direkten Konkurrenten werden. Laut Bitköm-Umfrage sehen das 60 Prozent der 606 repräsentativ ausgewählten Unternehmen so. Knapp 72 Prozent gaben an, bestehende Produkte und Dienstleistungen aufgrund der neuen Wettbewerbsbedingungen anzupassen und zu optimieren. Über die Hälfte (53 Prozent) will völlig neue Produkte auf den Markt bringen, immerhin 45 Produkte planen, angebotene Dienstleistungen und Produkte wieder vom Markt zu nehmen.

 

Digitalisierung wird eher als Chance gesehen

Bei der Vorstellung der Studie sagte Bitköm-Präsident Achim Berg, dass Digitalisierung zwar mehr Wettbewerb erzeuge, dieser Wettbewerb gleichzeitig aber auch zu mehr Innovationen führe. Das sehen die meisten Unternehmer ähnlich. So sprechen jeweils 83 Prozent Big Data und 79 Prozent dem Internet of Things eine große Bedeutung zu, 68 Prozent dem 3D-Druck, 64 Prozent Virtual und Augmented Reality, 60 Prozent KI und 59 Prozent der Blockchain.
Auf der anderen Seite führt der digitale Wandel hier und da aber auch zu Problemen. So gaben 37 Prozent der Unternehmen an, dass sie Probleme haben, die Digitalisierung zu bewältigen. Als ein wirkliches Risiko sehen das jedoch lediglich sieben Prozent, 91 Prozent sehen den digitalen Wandel ganz klar als eine große Chance.

 

Der Nutzen lässt zu wünschen übrig

Trotz der positiven Resonanz nutzen die meisten Unternehmen neue Technologien derzeit noch sehr zurückhaltend – am ehesten noch Big Data (59 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Internet of Things (44 Prozent) und 3D-Druck (43 Prozent) sowie Virtual und Augmented Reality (32 Prozent). Junge Zukunftstechnologien wie autonome Fahrzeuge (17 Prozent) und Blockchain (6 Prozent) finden sich hingegen auf den hinteren Plätzen wieder. Die größten Diskussionsthemen bleiben KI und der Datenschutz. Nur 12 Prozent der befragten Unternehmen setzen aktuell auf künstliche Intelligenz und sehen dabei den Datenschutz als die größte Hürde. Das gilt auch für Digitalisierungsprojekte im Allgemeinen: Hier nannten 74 Prozent den Datenschutz als größtes Hindernis bei der Umsetzung.



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