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Diese Fehler machen Unternehmen beim E-Mail-Marketing



Die gute Nachricht zuerst: Über 95 Prozent der 5000 Top-Unternehmen im deutschsprachigen Raum setzen auf E-Mail-Marketing als kosteneffizientes und effektives Instrument zur Kundenbindung und -gewinnung. Allerdings gehen viele dabei auch ein hohes Abmahnrisiko ein und kassieren aufgrund eines Verstoßes gegen die DSGVO immer wieder Bußgelder. 

Die Einführung der seit Mai 2018 EU-weit geltenden Datenschutzgrundverordnung hat Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Mittels einer groß angelegten Benchmark-Studie der Unternehmensberatung absolit wurde nun genauer untersucht, inwieweit sich deutsche Unternehmen aktuell an die grundlegenden Aspekte der gesetzeskonformen E-Mail-Kommunikation halten. Das Ergebnis: 95,4 Prozent nutzen E-Mail-Marketing, aber alle machen Fehler. 18,3 Prozent haben sogar ein offenes Formular online, über das sich im Zweifel Abmahnanwälte ohne das inzwischen vorgeschriebene Double-Opt-in problemlos in den Verteiler schleichen können. In der IT- und Beratungsbranche sind es sogar mehr als 30 Prozent. Die DSGVO verbietet das und bestraft eine solche Sicherheitslücke mit hohen Bußgeldern.


Die Mode- und Elektronikbranche machen es vor

Viele Unternehmen haben noch nicht einmal die Grundlagen der gegenwärtigen E-Mail-Kommunikation verinnerlicht und scheinen relativ unbekümmert zu sein, was das neue Strafmaß der Gesetzesänderung bei mangelhafter Rechtssicherheit angeht. Mit gutem Beispiel voran gehen vor allem Unternehmen aus der Mode- und Elektronikbranche. Aus allen anderen Geschäftsfeldern bieten nur rund 60 Prozent der deutschsprachigen Unternehmen die Möglichkeit an, sich als Nicht-Kunde überhaupt zum Newsletter anzumelden. 38 Prozent fragen im Anmeldeprozess nach wie vor zu viele Daten ab.

Ein weiteres Problem ist die vorherrschende Intransparenz hinsichtlich der gesammelten Daten. Nur jedes vierte Unternehmen kümmert sich darum. Wirklich kritisch wird es jedoch, sobald Kunden keine Möglichkeit haben, um dem Tracking des Leseverhaltens zu widersprechen. Laut absolit-Studie werden hier gerade einmal zwei Prozent der befragten Unternehmen den Auflagen der Gesetzesänderung gerecht.



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