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Das verdient ein Influencer mit einem Post



Im B2C-Bereich hat sich Influencer Marketing inzwischen fest etabliert. Doch auch im B2B-Bereich kann der Einsatz von Influencern das Marketing entscheidend vorantreiben und die Reichweite signifikant erhöhen. Stellt sich nur die Frage: Was verdienen Markenbotschafter auf Instagram und Co. pro Post? Das hat jetzt eine Umfrage von Rakuten untersucht.

Das Geschäft mit Influencern boomt. Vor Kurzem prophezeite die Unternehmensberatung Schickler, dass der Werbeumsatz von Influencer Marketing in 2019 auf rund 630 Millionen Euro netto ansteigen soll. Das renommierte Online-Unternehmen Rakuten hat nun im Rahmen einer vom Marktforschungsinstitut Via durchgeführten Befragung mit 3.500 Verbrauchern (darunter 500 aus Deutschland) herausgefunden, wie viel Unternehmen tatsächlich bereit sind, für ein Posting zu zahlen. Außerdem wurden Interviews mit weltweit 700 Marketing-Entscheidern (100 aus Deutschland) geführt, die direkt in Influencer-Kampagnen eingebunden sind.

 

Bis zu 38.000 Euro pro Post

Das Ergebnis mag den einen oder anderen verblüffen. Laut Rakuten zahlen deutsche Unternehmen Top-Influencern mit mehr als 500.000 Followern bis zu 38.000 Euro pro Beitrag. Sogenannte Micro-Influencer (weniger als 30.000 Follower) erhalten bis zu 32.000 Euro für eine komplette Kampagne. Das ist deutlich weniger, dennoch lässt sich gut davon leben. Der Trend gehe allerdings klar in Richtung Micro-Influencer. Der Grund: Verbraucher wünschen sich vertrauenswürdige Produktempfehlungen – und Micro-Influencer sind bekannt dafür, eine intimere, freundschaftlichere Beziehung zu ihren Followern zu pflegen. Das macht sie nahbarer, glaubwürdiger und demnach auch als Markenbotschafter attraktiver.

 

83 Prozent der Verbraucher vertrauen auf Influencer

Dass sich die Investition ins Influencer Marketing für Unternehmen lohnt, zeigt eine weitere Statistik aus der Rakuten-Umfrage: 83 Prozent der deutschen Verbraucher gaben an, schon einmal ein Produkt gekauft zu haben, das ihnen von einem Influencer empfohlen wurde. Allerdings können viele Unternehmen die exorbitant hohen Preise der Social-Media-Stars zum Teil nicht ganz nachvollziehen und bezeichnen das Geschäft daher als undurchsichtig. Laut Umfrage sind sich 77 Prozent unsicher, anhand welcher Kriterien die Höhe der Vergütung berechnet werden sollte. Hinzu kommt, dass 37 Prozent über keine Möglichkeit verfügen, um die Auswirkung einzelner Influencer-Kampagnen auf die eigenen Umsätze zu messen.

 

Zusammenarbeit noch ausbaufähig

Zu guter Letzt offenbart die Rakuten-Studie, dass die Zusammenarbeit zwischen Influencern und Unternehmen aktuell überwiegend reibungslos vonstatten geht. 60 Prozent gaben zu Protokoll, dass sich Influencer offen für Neues zeigten und zudem reges Interesse daran hatten, zu erfahren,  wie sich ihre Postings letztlich auf die Verkaufszahlen auswirkten. Allerdings war es vielen Unternehmen nicht möglich, hier eine genaue Aussage zu treffen, da oftmals lediglich die Kampagnenreichweite, nicht aber die tatsächlichen Auswirkungen auf die Brand Awareness gemessen werde. Nur etwa 33 Prozent erfassen aktuell Verkäufe, die entweder direkt oder indirekt aus den Aktivitäten der Influencer resultieren. Hier ist definitiv noch Luft nach oben.



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