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Das sind die fortschrittlichsten Smart Citys Deutschlands



E-Mobilität, Breitbandversorgung, digitale Verwaltung und Co. – Smart Citys erhöhen die Lebensqualität in Städten und minimieren gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck durch die Nutzung von Technologie. Da Deutschlands Städte immer weiter wachsen, müssen sie zwingend effizienter, also digitaler werden. Das aktuelle Ranking im Smart-City-Index von Bitkom zeigt, welche deutschen Städte in Sachen Smartness derzeit am fortschrittlichsten aufgestellt sind.

Betrachtet man alle Parameter auf einen Blick, heißt die smarteste City Deutschlands eindeutig Hamburg. Geht es aber beispielsweise um speziell die smarteste Verwaltung, hat Mannheim die Nase vorn, beim Thema Mobilität steht Stuttgart an der Spitze und die beste digitale Infrastruktur soll es in Köln geben. Insgesamt leben 77 Prozent der Deutschen in urbanen Gebieten – Tendenz steigend. Um einer Überlastung vorzubeugen, müssen die Städte ihre Infrastruktur vom Verkehr bis zur Verwaltung effizient gestalten.

 

Hamburg ist die smarteste Stadt Deutschlands

Der Digitalverband Bitkom hat alle 81 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern analysiert und dabei festgestellt, dass vielerorts bereits digitale Lösungen erfolgreich umgesetzt wurden und einen wesentlichen Teil der Stadtentwicklung ausmachen. Ob Car-Sharing-Konzepte, öffentliche Hotspots oder auch intelligente Straßenlaternen – es tut sich was in deutschen Citys. Im Rahmen der Studie wurden die einzelnen Städte anhand von fünf Kernfaktoren verglichen und bewertet: 1. Verwaltung, 2. IT und Telekommunikation, 3. Energie und Umwelt, 4. Mobilität und 5. Gesellschaft. Klarer Gewinner des Rankings ist Hamburg mit 79,5 von insgesamt 100 möglichen Punkten. Die meisten Punkte heimsten die Hanseaten in den Bereichen Energie und Umwelt (61,4) sowie Gesellschaft (89,3) ein. Auf dem zweiten Platz folgt mit über zehn Punkten Unterschied Karlsruhe. Laut Bitkom habe sich Hamburg vor allem aufgrund seiner Bemühungen in den Bereichen Open Data, Entsorgung und Logistik sowie Online-Bürgerbeteiligungen durchsetzen können. Auf den Rängen drei, vier und fünf folgen Stuttgart, Berlin und München. Das komplette Ranking inklusive einer Deutschlandkarte findet ihr hier.

 

Ost und West auf Augenhöhe 

Deutschlandweit zeigt sich, dass die digitale Transformation sich durch nahezu alle Metropolregionen zieht und selbst strukturschwächere Gebiete auftrumpfen können. In der Gesamtwertung konnten die Experten jedenfalls keine nennenswerten Unterschiede zwischen einzelnen Städten im Osten und Westen ausfindig machen. Selbst wenn ostdeutsche Citys unterm Strich über eine schlechtere digitale Infrastruktur verfügen, können sie das in der Regel durch überdurchschnittlich gute Ergebnisse in gesellschaftlichen Bereichen wieder ausgleichen. Überraschender ist, dass einige als wohlhabend bekannte Städte aus Süddeutschland (z.B. Würhzburg und Reutlingen) vergleichsweise schlecht abschnitten, was einmal mehr beweist, dass verfügbares  Investitionsvolumen allein heute längst nicht mehr ausreicht. 

 

International immer noch abgeschlagen

So schön der zu vernehmende Fortschritt im Bereich Smart Citys auch sein mag, so besorgniserregend sind die vielen offenen Baustellen, die sich gerade im internationalen Vergleich mit anderen Ländern offenbaren. Kurz gesagt: Deutschland hinkt stark hinterher. Insbesondere in der Verwaltung gibt es noch viel Luft nach oben und wir sind on einer Vorreiterrolle weit entfernt. Doch eine klare Ansage seitens der Bundesregierung gibt es auch schon: Bis 2022 sollen alle Bürgerdienste auch online abrufbar sein. Laut Bitkom sei diese Zielsetzung allerdings sehr unrealistisch, wenn man sich die Ergebnisse des Smart-City-Index anschaut. Bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge in den kommenden zwei Jahren entwickeln.

 



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